Herren 1 mit starker Reaktion am Sonntag

Am Samstag verspielten die Herren 1 in Türkheim drei Punkte bei der knappen 0:3 (24:26, 23:25, 23:25) Auswärtsniederlage. Nur 21 Stunden später musste Garching im Spitzenspiel gegen den Verfolger Esting antreten. Mit einer starken Leistung und dem verdienten 3:0 (25:21, 25:22, 25:20) kann der VfR weiter den zweiten Platz behaupten.

Mit zehn Spielern reiste der VfR zum späten und weit entfernten Auswärtsspiel nach Türkheim. Im Vergleich zum Spiel gegen Vaterstetten waren Stefan Zenger und Bernhard Frank wieder mit dabei. Von Beginn an taten sich die Garchinger Angreifer gegen die stark abwehrenden Türkheimer schwer. Trotz guter Annahme brauchte der VfR häufig mehrere Angriffe für den Punktgewinn. Den frühen 4:9 Rückstand holte Garching durch eine Serie von Kapitän Daniel Bode schnell wieder auf (9:9). Danach entwickelte sich ein knappes Spiel, in dem sich die Garchinger durch die gute Sideout-Quote leicht absetzen konnten (21:18). Am Ende waren es ein paar individuelle Fehler zu viel und ein Satzball beim Stand von 24:23 reichte dem VfR nicht. Stattdessen schnappte sich der Gegner die Führung (26:24).

Türkheim nahm den Schwung in den zweiten Satz mit und sicherte sich mit mehreren Assen einen 5:1 Vorsprung. Erst eine weitere Serie von Daniel Bode drehte das Spiel von 12:15 auf 18:15 für den VfR. Doch auch im zweiten Satz verpasste es die Mannschaft von Trainer Udo Rosenstein sich mit einer 20:17 Führung den Ausgleich zu holen. Türkheim holte immer wieder Breakpunkte und entriss dem VfR auch den zweiten Satz (25:23). Auch im dritten Satz war Garching ordentlich im Spiel. Jedoch war weder in Aufschlag noch im Schnellangriff über die Mitte der nötige Druck an diesem Abend vorhanden. Beim Stand von 13:13 brachte Rosenstein David Rittich auf Diagonal, der mit guten Aufschlägen Garching etwas Schwung brachte (16:13). Wieder einmal konnte der VfR aus einer 18:15 Führung kein Kapital schlagen und lief gleich wieder einem Rückstand hinterher (18:19). Diesen brachte der Gegner wieder knapp ins Ziel (23:25) und konnte sich über wichtige drei Punkte im Abstiegskampf freuen.

Nach nur 21 Stunden Pause und einer späten Rückfahrt wurde das Topspiel Zweiter (Garching) gegen Dritter (Esting) angepfiffen. Die Gegner hatten über 20 lautstarke Fans mitgebracht, um den Angriff auf den Relegationsplatz zu starten. Doch auch Garching hatte sich nach der Pleite am Samstag viel vorgenommen und ging mit einer top Einstellung ins Spiel. Lediglich auf einer Position (Moritz von Freymann für Max Blume auf Außen) änderte Garchings Trainer seine Startaufstellung. Der erste Punkt gelang per Ass und auch im weiteren Verlauf schlug die gesamte Mannschaft endlich wieder druckvoll auf. Mit Moritz von Freymann, Stefan Zenger und Michael Schmidt am Aufschlag holte Garching insgesamt neun Breakpunkte und eine komfortable 13:6 Führung. Auch der Angriff des VfR hatte am Sonntag wieder eine deutlich höhere Erfolgsquote, während Esting sich aus einer mittelmäßigen Annahme schwer tat. Estings Trainer versuchte mit der Maximalanzahl von sechs Wechseln das Blatt zu wenden, aber Garching war schon zu weit in Front. Nur kurz konnte Esting vier Punkte aufholen (17:19), doch danach hatte sich der VfR wieder gefangen, auch weil Max Blume kurzzeitig hinein kam um die Annahme und Abwehr zu stärken. Mit 25:21 ging der erste Durchgang an die Garchinger.

In Satz zwei entwickelte sich das erwartet spannende Spiel. Erst mit drei Punkten in Folge zum 19:16 konnte sich der VfR leicht absetzen. Esting hatte zu diesem Zeitpunkt auch schon wieder sechs Wechsel genutzt, unter anderem um, wie im ersten Durchgang, mit einem Doppelwechsel (vorderer Zuspieler und Diagonal werden getauscht) wieder drei Angreifer am Netz zu haben. Trotz Estings Ausgleich zum 22:22 blieb Garching nervenstark und holte auch den zweiten Satz (25:22). Nun wollte Garching unbedingt wieder drei Punkte einfahren. Nach Gleichstand bei 9:9 holte der VfR bis Spielende unglaubliche 11 von 12 Sideouts und konnte sich so langsam absetzen. Das Spiel wurde auch durch strittige Schiedsrichterentscheidungen hitziger. Bei 13:15 sah ein Estinger Spieler die gelbe Karte (letzte Stufe der Verwarnung), doch bei der nächsten strittigen Entscheidung (16:19) gab es wieder nur eine gelbe Karte für einen weiteren Estinger Spieler. Nach den Regeln ist allerdings ein Bestrafung (rote Karte und Punkt für Garching) zwingend, allerdings ließ Garching auch ohne diesen zusätzlichen Punkt nichts anbrennen (25:20) und konnte so auf einen Protest verzichten.

Durch die ärgerliche Niederlage am Samstag verpasst der VfR die Vorentscheidung im Kampf um Platz zwei. Gleichzeitig darf sich die SG Herrsching / München-Ost über den Meistertitel und den Aufstieg in die Regionalliga freuen. Der VfR muss nun aus den letzten drei Spielen noch sechs Punkte holen, um sicher auf dem Relegationsplatz zu bleiben. Am nächsten Wochenende muss Garching beim frisch gebackenen Meiter antreten und versuchen Punkte mitzunehmen.